GTA 6: Die Rennspiele sehen mit Rennstrecken, Motocross, Nitro und noch realistischeren Fahrdynamiken größer aus als je zuvor

by Sarah
0 comments

Rennen werden offenbar einen viel größeren Teil von Grand Theft Auto VI ausmachen.

GTA 6-Rennen könnten zu einer der wichtigsten Nebenaktivitäten in Rockstars nächstem Open-World-Spiel werden. Neues Bildmaterial zeigt spezielle Rundstreckenrennen, Motocross-Events und illegale Straßenrennen, was darauf hindeutet, dass das Fahren weit über das bloße Fortbewegen zwischen den Missionen hinausgehen wird.

Das ist bedeutend für eine Serie, die sich um Autos dreht. Rennen gab es schon immer in der Geschichte von Grand Theft Auto und sie gewannen in GTA Online besonders an Bedeutung. Allerdings scheint Grand Theft Auto VI bereit zu sein, dieses Konzept mit strukturierteren Motorsportaktivitäten und einem deutlich anderen Ansatz beim Fahrverhalten weiterzuentwickeln.

In Leonida gibt es sogar eine permanente Rennstrecke. Für langjährige GTA-Spieler stellt das allein schon eine bemerkenswerte Veränderung dar.

GTA 6 führt echte Rundstreckenrennen ein

Eine der deutlichsten Neuerungen sind traditionelle Rundstreckenrennen auf einer geschlossenen Asphaltstrecke. Rockstars „Extended Look“ zeigt Autos, die direkt gegeneinander antreten, anstatt die Rennstrecke lediglich als Kulisse zu nutzen.

Die Benutzeroberfläche umfasst mehrere Funktionen, die aus reinen Rennspielen bekannt sind. Spieler können auf der Minikarte ihre aktuelle Position, Rundeninformationen, Rundenzeiten und konkurrierende Fahrzeuge sehen.

Rockstar hat die Startaufstellung zudem mit einer Mischung aus reinen Rennfahrzeugen und fiktiven Autos gefüllt, die von echten Hochleistungsmodellen inspiriert sind. Wie üblich verzichtet das Unternehmen auf lizenzierte Nachbildungen, doch Liebhaber werden einige der Designvorlagen sofort erkennen.

Dieser Ansatz war schon immer Teil der automobilen Identität von GTA. Diesmal werden die Autos jedoch in ein weitaus überzeugenderes Motorsport-Setting eingebettet.

Der Gellhorn International Raceway verleiht Leonida eine permanente Rennstrecke

Das Herzstück scheint der Gellhorn International Raceway zu sein, ein spezieller Straßenkurs rund um das Gebiet von Port Gellhorn.

Die Strecke wurde mit dem Sebring International Raceway in Florida verglichen, was ein passender Einfluss wäre. Leonida ist Rockstars fiktive Interpretation von Florida, und der Entwickler gestaltet bekannte Orte regelmäßig neu, anstatt sie exakt nachzubilden.

Das Layout von Gellhorn scheint keine direkte Kopie von Sebring zu sein. Stattdessen scheint Rockstar Elemente der realen amerikanischen Motorsportkultur übernommen zu haben, während die Strecke speziell für GTA 6 entworfen wurde.

Noch wichtiger ist, dass das Filmmaterial ein echtes Rad-an-Rad-Rennen zeigt, das dort stattfindet. Damit ist der Ort mehr als nur eine aufwendig gestaltete Kulisse für eine Story-Mission.

Ob Rockstar weitere permanente Rennstrecken gebaut hat, bleibt unbekannt.

Motocross bringt Offroad-Rennen ins Spiel

Straßenfahrzeuge sind nur ein Teil des Ganzen. GTA 6 Motocross spielt in dem neuen Material ebenfalls eine herausragende Rolle.

Man sieht, wie Lucia mit einem Dirtbike neben mehreren Konkurrenten auf einer Offroad-Strecke voller Sprünge um die Wette fährt. Die Sequenz wird besonders interessant, als ein Fahrer nach der Landung stürzt und ein anderer Konkurrent reagieren muss.

Es ist ein kleiner, aber wichtiger Moment.

Unvorhersehbare Unfälle könnten dazu führen, dass sich die Rennen weniger inszeniert anfühlen, insbesondere wenn die verbesserte Physik und das NPC-Verhalten in GTA 6 die Konkurrenten dynamisch beeinflussen.

Eine eigene Motocross-Anlage ist zu sehen, während sich das ländliche Gelände von Leonida gut für weitere Dirtbike-Strecken eignet. Die Mischung aus Autobahnen, Städten, Feuchtgebieten und unbebauten Flächen in diesem Bundesstaat könnte Rockstar reichlich Spielraum bieten, um die Rennbedingungen abwechslungsreich zu gestalten.

Straßenrennen lassen die Energie von „Midnight Club“ wieder aufleben

Für Spieler, die sich mehr für getunte Autos als für professionelle Rennstrecken interessieren, könnten die Straßenrennen in GTA 6 die größere Attraktion sein.

Rockstar hat eine Underground-Rennszene gezeigt, die voller aufwendig getunter Fahrzeuge ist. Neonbeleuchtung, aggressive Karosserieformen und modifizierte Auspuffanlagen verleihen diesen Events eine deutlich andere Atmosphäre als den Rennstreckenwettbewerben in Gellhorn.

Außerdem gibt es Nitro.

Die Einführung von Nitro-Boosts in GTA 6 verändert sofort den Charakter der Straßenrennen und verschafft den Spielern einen vorübergehenden Beschleunigungsschub. Dies erinnert an die Arcade-Rennkultur, die man von Spielen wie „Need for Speed“ und Rockstars eigener „Midnight Club“-Reihe kennt.

„Midnight Club“ ruht seit Jahren, daher dürften Fans überrascht sein, dass ein Teil seines Geistes nun in „Grand Theft Auto“ wiederauflebt.

Das Filmmaterial zeigt zudem Fahrzeuge, die eindeutig von berühmten Hochleistungsautos beeinflusst sind – von japanischen Tuner-Modellen über amerikanische Muscle-Cars bis hin zu europäischen Exoten.

Rockstar nimmt das Fahrverhalten der Fahrzeuge ernster

Die Vielfalt der Events wäre weniger wichtig, wenn sich alle Fahrzeuge fast identisch verhalten würden. Glücklicherweise scheint Rockstar beträchtliche Anstrengungen in das Fahrverhalten der Fahrzeuge in GTA 6 zu investieren.

Rockstar hatte zuvor bekannt gegeben, dass echte Rennfahrer das Team bei der Entwicklung des Fahrverhaltens unterstützt haben. Das Studio hat zwar nicht genau dargelegt, wie dieses Fachwissen die endgültige Fahrphysik geprägt hat, doch ihre Beteiligung lässt darauf schließen, dass Authentizität ein wichtiger Teil der Entwicklung war.

Das Filmmaterial liefert erste Anhaltspunkte dafür. Autos wirken beim Richtungswechsel schwerer, während Bremsen, Beschleunigen und Kollisionen realistischer aussehen als in GTA 5.

Auch Fahrzeugschäden scheinen schwerwiegendere Folgen zu haben. Starke Aufpralle können Autos und ihre Insassen sichtbar beeinträchtigen, was rücksichtsloses Fahren potenziell kostspieliger macht.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass „GTA 6“ zu einer Simulation wird. „Grand Theft Auto“ benötigt nach wie vor leicht zugängliche Steuerungen, die bei Verfolgungsjagden mit der Polizei, bei Missionen und bei chaotischen Begegnungen im freien Spielmodus funktionieren. Rockstars Herausforderung besteht darin, den Mittelweg zwischen glaubwürdigem Fahrgefühl und unmittelbarer Reaktionsfähigkeit zu finden.

Die Fahrzeuganpassung könnte an Bedeutung gewinnen

Rennen scheinen zudem eng mit der umfassenderen Fahrzeugkultur von GTA 6 verbunden zu sein.

„One-Eyed Willie’s Mod Shop“ wurde bereits als ein Ort identifiziert, der mit der Fahrzeuganpassung in Verbindung steht. In Kombination mit den stark modifizierten Straßenrennwagen, die im Filmmaterial zu sehen sind, könnte das Tuning zu einem wichtigen Bestandteil der Vorbereitung von Fahrzeugen auf verschiedene Events werden.

Es gibt zudem Berichte, dass GTA 6 das Betanken von Fahrzeugen einführen könnte. Rockstar hat diese Mechanik im „Extended Look“ nicht demonstriert, sodass ihre genaue Umsetzung ungewiss bleibt.

Ebenso deuten Analysen der Community auf mögliche Dragster-Strecken und Ovalstrecken an anderen Orten in Leonida hin. Diese Orte sollten jedoch weiterhin als reine Spekulation betrachtet werden, bis Rockstar sie bestätigt.

GTA 6 könnte die Grenze zwischen Open-World- und Rennspiel verwischen

Rockstar muss Grand Theft Auto VI nicht in ein „Forza“ oder „Gran Turismo“ verwandeln. Das Unternehmen verfolgt ein anderes Ziel.

Wichtig ist, Fahrbegeisterten genügend Tiefe zu bieten, damit sich Autos als wesentlicher Bestandteil von Leonida anfühlen und nicht nur als einfaches Transportmittel.

Rennstrecken-Events bieten strukturierten Wettbewerb. Motocross bringt Schotter, Sprünge und unvorhersehbare Stürze mit sich. Untergrundrennen bieten getunte Autos und nitrogetriebene Geschwindigkeit. Ein ausgefeilteres Fahrverhalten könnte alles miteinander verbinden.

Diese Kombination könnte das Rennfahren zu einer der stärksten optionalen Aktivitäten in GTA 6 machen.

Es gibt noch große Fragezeichen, insbesondere was die Fahrzeuganpassung, den Rennfortschritt, Belohnungen und den Umfang der Inhalte außerhalb der Hauptstory betrifft. Doch was Rockstar bereits gezeigt hat, deutet auf ein breiteres Motorsport-Ökosystem hin, als es GTA 5 bei seiner Veröffentlichung bot.

Für Spieler, die Hunderte von Stunden damit verbracht haben, in Los Santos Autos zu sammeln, zu modifizieren und Rennen zu fahren, könnte Leonida deutlich mehr Gründe bieten, hinter dem Steuer zu bleiben.


You may also like